BUNTE Bio Offensive Sรผdkreis Herzogtum Lauenburg
Unser Projekt โBunte Bio Offensiveโ ist aus dem Zusammenschluss lokaler Unternehmen und Vereine im Sommer 2023 entstanden, welche im sรผdlichen Teil des Landkreises Herzogtum Lauenburg zwischen Hamburg und Lรผbeck in der Bio-Branche und im Naturschutz aktiv sind.
Wir als Bunte Bio Offensive, genau wie auch viele Verbraucher*innen und die Politik, haben den Wunsch mit der Art unserer Tรคtigkeiten und unseres Konsums einen aktiven Beitrag zu leisten hin zu mehr:
- Artenvielfalt & Biodiversitรคt
- Natur- und Umweltschutz
- Landschaftserhaltung
- Gesundheit der Menschen
- Fรถrderung der Ernรคhrungswende
- Klimaneutralitรคt
- Fรถrderung regionaler Wertschรถpfungsketten
- Vernetzung und regionaler Identitรคt

Deshalb hat sich die โBunte Bio Offensiveโ das gemeinsame Ziel gesetzt, den Bio-Gedanken sowie die Verbreitung von Bio-Erzeugnissen zu stรคrken und den Bezug zu als auch den Nutzen fรผr unsere Region und die Umwelt auf diesem Wege sichtbarer zu machen.
Unser Projekt wird seit Mรคrz 2024 im Rahmen des Bundesprogramms lรคndliche Entwicklung und regionale Wertschรถpfung – kurz BULEplus – vom Bundesministerium fรผr Ernรคhrung und Landwirtschaft gefรถrdert.
Neuigkeiten
- Zukunft der Regionalvermarktung: Ein Dialog in GรผlzowIn Gรผlzow trafen sich Vertreter*innen der regionalen Lebensmittelwirtschaft, um รผber die Chancen und Herausforderungen der Regionalvermarktung zu diskutieren. Zwei zentrale Themen standen dabei im Fokus: das Konzept desโฆย Zukunft der Regionalvermarktung: Ein Dialog in Gรผlzow weiterlesen
- Die Ergebnisse der Umfrage รผber das Konsumverhalten von bioregionalen Lebensmitteln im Herzogtum Lauenburg.
Im Oktober 2024 verteilte das Schรถttmer-Institut einen Online-Fragebogen an die Mitglieder eines Online-Panels, die Menschen wurden รผber ihr Konsumverhalten von Bio- und regionalen Produkten befragt.Insgesamt 881 Personen zuโฆย Die Ergebnisse der Umfrage รผber das Konsumverhalten von bioregionalen Lebensmitteln im Herzogtum Lauenburg. weiterlesen - Von der Idee zur Praxis: Einblick in unser Convenience-Food-Projekt
Im Dezember 2024 haben wir die geplante Praxisphase der Bio Offensive durchgefรผhrt.Basierend auf den Ergebnissen der Konsumentenbefragung entschieden sich die Projektpartner gemeinsam fรผr eine praktische Marktphase, in derโฆย Von der Idee zur Praxis: Einblick in unser Convenience-Food-Projekt weiterlesen - Update Biooffensive
Bunte Biooffensive stellt Kooperation in Norddeutschland in den Fokus. Vom 21. bis 22. November 2024 haben wir an einer vom Bundesministerium fรผr Ernรคhrung und Landwirtschaft (BMEL) organisierten Veranstaltungโฆย Update Biooffensive weiterlesen - Bio Offensive Umfrage (beendet)
*Die Umfrage ist beendet und die Ergebnisse werden nun ausgewertet. Regionale Bio-Lebensmittel, also Produkte, die aus einem Umkreis von 100-150 km um den Wohnort stammen, erfreuen sich inโฆย Bio Offensive Umfrage (beendet) weiterlesen
Projektdurchfรผhrende
In der ersten Reihe des Projekts โBunte Bio-Offensiveโ stehen die beiden Grรผnder*innen Surya Ormeloh und Jan Otto. Sie haben maรgeblich bei der Ausgestaltung der Projektvorhabens mitgewirkt und wurden im Anschluss mit der Umsetzung beauftragt, weshalb wir beide an dieser Stelle vorstellen mรถchten.
Beide eint, dass sie neben einer groรen Passion fรผr nachhaltiges Handeln und gutes, gesundes Essen bereits Unternehmen im Bio-Lebensmittelbereich gegrรผndet haben. Sie kennen sich seit vielen Jahren und arbeiten regelmรครig zusammen, zum Beispiel betreiben sie gemeinsam ein mobiles Foodtruck-Angebot.
Surya ist als Kind deutscher Eltern im Sรผden Indiens geboren und aufgewachsen. In Deutschland hat sie in Berlin und Gรถttingen โModerne Indien Studienโ studiert und in dieser Zeit ihren Partner Nils kennengelernt, mit dem sie spรคter College Curries gegrรผndet hat. Das Unternehmen stellt Bio-Currypulver nach authentisch indischen Rezepturen mit Sozialauftrag her. Der Sozialauftrag beinhaltet, dass sie im Austausch fรผr die authentisch-indischen Familienrezepturen fรผr Currypulver den Kindern der entsprechenden Familien die Hochschulbildung finanzieren. Sie wohnt mit ihrer Familie in Gรผlzow und ist an der Evangelischen Schule als Mutter aktiv.
Jan ist als Kind polnischer Eltern in Hamburg geboren und seit Kindesalter ein passionierter Hobbykoch mit einer ausgeprรคgten Leidenschaft fรผr die asiatische Kรผche. Wรคhrend der Abi-Jahre hat er in diversen Kรผchen als Aushilfe gearbeitet und anschlieรend in Lรผneburg und Stuttgart โรkologische Lebensmittelproduktionโ studiert. Zwischendurch war er 2013/14 in Neuseeland, einer sehr prรคgenden Reise, denn dort hat er neben vielen anderen asiatischen Spezialitรคten Kimchi kennengelernt, dem pikant-wรผrzigen koreanischen Sauergemรผse! Dieses Kimchi stellt er heute mit seinem Unternehmen Serious Foods (mit Sitz in Dassendorf) unter der Marke PANJANS aus grรถรtenteils lokalen Bio-Zutaten an Schleswig-Holsteins Westkรผste in Dithmarschen her. Leider hat Jan das Projekt aus gesundheitlichen Grรผnden im November 2024 verlassen mรผssen.
Durch glรผckliche Fรผgung haben wir Florina fรผr das Projekt gewinnen kรถnnen. Florina ist in Transsilvanien, Rumรคnien geboren und aufgewachsen. Sie hat Ingenieurwesen im Umweltschutz in Hermannstadt, Rumรคnien und Karlstad, Schweden studiert. Fรผr ihren Master-Abschluss entschied sie sich, nach Deutschland zu ziehen. Seitdem sie vor 8 Jahren nach Schleswig-Holstein gezogen ist, hat sie in mehreren Projekten fรผr verschiedene Ministerien gearbeitet und sich ehrenamtlich fรผr Landweg e. V. in Lรผbeck engagiert. Themen wie Inklusion und Gerechtigkeit fรผr alle Menschen liegen ihr sehr am Herzen. Derzeit lebt sie ein Leben mit Kunst, Tanz und Schach in Lรผbeck.


Grรผnder*innen
Unsere Ausgangslage
Schon vor Projektstart haben viele teilnehmende Projektpartner*innen aktiv Ziele des Projekts vorangebracht, beispielsweise durch:
- Extensive Arbeitsweisen nach Bio-Standards im Garten- und Ackerbau sowie der Tierzucht, beispielsweise die Einhaltung einer Fruchtfolge auf dem Feld oder der Nutzung einer Weidewirtschaft fรผr die Tiere
- Das freiwillige Anlegen von Blรผhstreifen sowie weiterer Agrarumweltmaรnahmen in ihren Betrieben
- Anregung, Ermutigung und Hilfestellung fรผr interessierte Landwirt*innen bei der Umstellung von konventioneller auf รถkologische Landwirtschaft
- Bereitstellung von lokalen Bio-Lebensmitteln in der Region und darรผber hinaus
- Einbringung der Thematiken in die Kommunalpolitik
Beim Kennenlernen stellten die Projektpartner*innen anfangs im Austausch und aufgrund ihrer Beobachtungen und Erfahrung im Lebensmittelbereich als auch im Privaten einige bedeutende Trends und Entwicklungen der letzten Jahre fest, welche auch Einfluss auf ihr privates und berufliches Leben haben.
Identifizierte Trends & Entwicklungen:
- Ein sich wandelndes Konsumverhalten, insbesondere arbeitstรคtiger Menschen, junger Familien und junger Menschen, hin zu mehr Auรerhaus-Mahlzeiten, Convenience Food, Lieferdiensten und der Nutzung vor verarbeiteter, kรผchenfertiger Kochzutaten
- Gleichzeitig ein Wunsch nach mehr frisch zubereiteten Mahlzeiten mit Zutaten aus regionalen, nachhaltigen Quellen. Dem lรคuft heutzutage jedoch zuwider, dass aufgrund eines hohen Erwerbsdrucks in den Haushalten wenig oder keine Zeit zum kochen frischer Mahlzeiten รผbrig bleibt
- Der Wunsch seitens Konsument*innen nach mehr Transparenz und Sicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln und anderen Produkten
- Der Einfluss von Digitalisierung und Internet sowie digitaler Medien auf so ziemlich alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft, insbesondere in Hinsicht auf die Mรถglichkeit zur Informationsbeschaffung und Vernetzung von Menschen
- Dem Wunsch und Wirken seitens der Politik zusammenspielende Themen wie Ernรคhrungswende & Agrarwandel, Fรถrderung regionaler Wertschรถpfung, Klimaneutralitรคt & Umweltschutz zu fรถrdern und weiterzuentwickeln. Zeuge dessen sind politische Initiativen der letzten Jahre wie die Ernรคhrungswende auf Bundes- oder des Green Deals auf EU-Ebene mit den Schlagwรถrtern: Gesunde Menschen, gesunde Gesellschaft, gesunder Planet!
Um dem einerseits zu begegnen und andererseits auf unsere oben genannten Ziele hinzuarbeiten, haben wir von Anbieterseite aus gesehen einige Schlรผsselfaktoren identifiziert, wie man der Situation am besten begegnen kรถnnte:
Erhรถhung von Sichtbarkeit und Verfรผgbarkeit von Bio-Produkten im Allgemeinen als auch Sichtbarkeit, Bildung und Verstรคndnis hinsichtlich der Wirkung รถkologischer Produktionsweisen im Speziellen.
Schaffung eines innovativen und angepassten Angebots unter Berรผcksichtigung heutiger Lebensumstรคnde und daraus resultierend sich wandelnder Essensgewohnheiten und Vernetzungsbedรผrfnisse.
Aktiver Wissenstransfer sowie die Schaffung bzw. Fรถrderung eines Bewusstseins รผber die Arbeit der รถkologischen Landwirtschaft und deren positiven Auswirkungen auf Mensch, Tier, Landschaft und Natur, parallel zur sauberen und nachhaltigen Lebensmittelerzeugung.
Unser Projektansatz
Das Projekt fรถrdert die regionale Versorgung mit etablierten sowie neuen Bio-Angeboten aus regionalen Wertschรถpfungsketten und bietet die Mรถglichkeit zur regionalen Vernetzung, Aufwertung der Region und der Schaffung einer regionalen Identitรคt.
Aufbauend auf einer Datenerhebung zur Ermittlung der Bedรผrfnisse der Menschen, Gemeinden und Unternehmen in der Region sollen neue, innovative Vertriebswege entwickelt werden mit dem Ziel, den Absatz regionaler Bio-Angebote anzuregen. Ziel ist die Steigerung des Bio-Angebotes, dessen Verfรผgbarkeit und Sichtbarkeit im Herzogtum Lauenburg und darรผber hinaus.
Mit einem gesteigerten Absatz regional erzeugter Bio-Lebensmittel kรถnnen beispielsweise langfristig die Pestizid- und Dรผngemittel-Eintrรคge in die Gewรคsser des Kreises reduziert und mehr Blรผhstreifen zur Erhaltung der Artenvielfalt angelegt werden.
Auรerdem baut das Projekt Ernรคhrungssicherheit auf nachhaltige Weise aus und bietet der Lokalbevรถlkerung eine Plattform, um sich zu bilden und zu vernetzen und ihre eigene Region besser kennenzulernen. Zudem kรถnnen Landwirt*innen, Nachbar*innen und Kund*innen aus der Umgebung die Vorteile der รถkologischen Lebensmittelwirtschaft direkt vor ihrer Haustรผr erleben. Gleiches gilt auch fรผr Besucher*innen und Tourist*innen von auรerhalb der Region, welche diese Eindrรผcke und das Wissen dann mit nach Hause nehmen und den Bio-Gedanken weiter verbreiten kรถnnen.
So gewinnt die Region nicht nur an Attraktivitรคt, Lebensqualitรคt und stรคrkt regionale Wertschรถpfungsketten, sie entwickelt Auรenwirkung und kann Modellcharakter fรผr andere Regionen werden, wobei sie gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Erfรผllung unserer definierten Ziele leistet. Dies ist wiederum fรถrderlich bei der Entwicklung einer regionalen Identitรคt.
Gefรถrdert durch:
- Uwe Kiesewein Stiftung
- Gerd Godt Grell Stiftung
- BINGO!-Projektfรถrderung
- Bundesministerium fรผr Ernรคhrung und Landwirtschaft





